"Alertness Management Competence Network" - AMCoNet

Die AG Verkehrssicherheit des DLR


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Hintergrund

Die Abteilung für Verkehrssicherheit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt versucht Müdigkeit bei Autofahrern mit Hilfe eines ganzheitlichen Alertness-Management Ansatzes zu bekämpfen und so die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Alle Aktivitäten basieren auf dem Drei-Komponenten-Modell der Müdigkeit, das die Hauptursachen von Müdigkeit, d.h. die Tageszeit, den circadianen Rhythmus, und die sogenannte time-on-task Komponente berücksichtigt.

Vorhersage von Müdigkeit mit Hilfe des Computerprogramms "ALERT"

Das Drei-Komponenten-Modell der Müdigkeit ist in ein Computerprogramm namens "ALERT" implementiert. Diese Programm kann Müdigkeit während einer Fahrt vorhersagen. Es werden Vorschläge generieren, wann Pausen gemacht werden sollten, um Phasen kritisch erhöhter Müdigkeit zu verhindern. Mit Hilfe von ALERT können Dienstpläne hinsichtlich ihrer Effekte auf Müdigkeit verglichen werden. Das Programm wird für das Trainingsprogramm "SAFE-T" genutzt, das sowohl den Fahrer wie auch die Disponenten berücksichtigt und sich mit den Ursachen von Müdigkeit und Präventionsstrategien befaßt.

Zusätzliche Maßnahmen

Neben SAFE-T werden noch andere Strategien angewandt:

  • Beratung von Personen und Firmen hinsichtlich der chronobiologischen und anderen physiologischen und psychologischen Faktoren von Müdigkeit;
  • die Ergebnisse von Forschungs- und Alertness-Management Programmen sollten die politisch verantwortlichen Personen erreichen, so dass die Ergebnisse in entsprechende Regularien umgesetzt werden;
  • Durchführung von Kampagnen, um das öffentliche Interesse an Themen wie Müdigkeit zu erhöhen (z.B. durch die Verteilung von Broschüren)
  • Alertness-Management Strategien können in die Fahrschulausbildung integriert werden;
  • Medizinische Screening Maßnahmen zum Thema Tagesschläfrigkeit;
  • Vorgabe von Fit-for-driving Tests, um festzustellen, ob der Fahrer wach genug zum Fahren ist.

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