Hintergrund
Überwachungssysteme
Aktuell werden Müdigkeitsdetektoren und andere Alarmsysteme entwickelt, die den Fahrer warnen, wenn Müdigkeit eine kritische Schwelle überschreitet.
Die Technologie der Überwachungssysteme nutzt physiologische Veränderungen, die vor oder während des Einschlafens auftreten.
So sind zum Beispiel langsame Augenbewegungen ein klares Anzeichen für Müdigkeit. Die Detektionssysteme werden telematisch durch einen Computer
unter Nutzung von GSM oder UMTS kontrolliert. Reaktionen auf das Alarmsignal werden ebenfalls telematisch erfaßt.
Integration von Detektionssystemen in Fahrer-Informationssysteme
Detektionssysteme können in allgemeinere Fahrer-Informationssysteme integriert werden. Letztere liefern Information
bezüglich Routen, Staus, Wetterbedingungen etc.
Probleme
Detektionssysteme weisen einige Probleme auf. Zum einen ist es notwendig, einen physiologischen Parameter zu finden, der
sensitiv für Müdigkeit ist und leicht gemessen werden kann. Zweitens muß man eine kritische Schwelle bestimmen,
über der ein Alarmsignal ausgegeben wird. Aufgrund großer inter- und intraindividueller Differenzen physiologischer Parameter
erscheint dies sehr schwierig. Schließlich muß berücksichtigt werden, dass der Fahrer mit einer zunehmenden Anzahl von
technischen Systemen konfrontiert wird. Daher ist es wichtig herauszufinden, wie Fahrer von solchen Systemen profitieren
können, anstatt durch sie von ihrer Hauptaufgabe des Fahrens abgelenkt zu werden.
Aktivitäten
Aktuell werden Experimente durchgeführt, um adäquate Müdigkeitsparameter zu finden, Schwellenwerte festzulegen und Fehlalarme
zu vermeiden. Zudem werden Konzepte zu möglichen Ansätzen zu einer Verbesserung der Mensch-Maschine Interaktion entwickelt.
Mitglieder der Arbeitsgruppe
Sprecher: Prof. Dr. Hans-Peter Krüger,
Universität Würzburg
Audi AG
Automobil-Club von Deutschland (AvD; siehe dort: "Presse")
Daimler-Chrysler AG Stuttgart, Research and Technology
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Dr.-Ing.
Karel
Marsalek
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)
Technische Universität Aachen, Prof. Dr. Günter Debus
Fachhochschule Schmalkalden, Prof. Dr. Martin Golz
Universität Köln, Prof. Dr. Niels Galley
Universität Wuppertal, Prof. Dr. Rainer Wieland
Volkswagen AG
Für weitere Informationen zu den Institutionen siehe Mitglieder

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