"Alertness Management Competence Network" - AMCoNet

Müdigkeitsvorhersage


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Vorhersage von Müdigkeit mit Hilfe mathematischer Müdigkeitsmodelle

Determinanten der Müdigkeit
Die Haupt-Determinanten von Müdigkeit sind die Tageszeit (d.h. der zirkadiane Rhythmus), die Zeit seit dem letzten Schlaf und die "time-on-task", d.h. die Zeit, die mit der Durchführung einer Aufgabe verbracht wurde. Müdigkeit, die durch die Durchführung einer Aufgabe entsteht (d.h. die time-on-task Komponente) überlagert zirkadiane und schlafbezogene Faktoren. Man nimmt an, dass Pausen zwischen den Aufgaben Müdigkeit auf den Wert "zurücksetzt", der durch den gemeinsamen Einfluß von Tageszeit und schlafbezogenen Faktoren entsteht.

Zweck von Müdigkeitsmodellen
Auf der Basis mathematischer Müdigkeitsmodelle wurden Computerprogramme entwickelt (z.B. das DLR-Programm "ALERT"), mit deren Hilfe Phasen kritisch erhöhter Müdigkeit während einer Fahrt vorhergesagt werden können. Die Programme ermöglichen es den Fahrern und Disponenten, Operationen und Schichtpläne so zu planen, dass die Müdigkeit auf einem akzeptablen Niveau gehalten wird.

Validierung
Damit mathematische Müdigkeitsmodelle genaue Vorhersagen treffen können, muß der Einfluß der verschiedenen Determinanten quantifiziert werden. Zu diesem Zweck müssen Müdigkeitsdaten von Fahrern verschiedener Verkehrsmittel (z.B. LKW, Flugzeug, Bahn) zu verschiedenen Tageszeiten und unter Berücksichtigung schlafbezogener Daten und der Arbeitszeit analysiert werden.

Aktivitäten

ALERT wird für das Training von Fahrern und Disponenten genutzt, um die Veränderung von Müdigkeit und Leistungsfähigkeit im Rahmen verschiedener Dienstpläne zu demonstrieren. Gleichzeitig kann veranschaulicht werden, wie auch kleine Änderungen der Dienstpläne große Einflüsse auf die Müdigkeit haben, d.h. Phasen erhöhter Müdigkeit reduzieren. Zweitens werden Experimente durchgeführt, um den Einfluß der time-on-task Komponente auf Müdigkeit zu untersuchen.

Mitglieder der Arbeitsgruppe

Sprecher:  Dr. Alexander Gundel, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Verkehrssoziologie, Automobilclub von Deutschland (AvD; siehe dort: "Presse")
Daimler-Chrysler AG Stuttgart, Research and Technology
Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)
Fachhochschule Schmalkalden, Prof. Dr. Miartin Golz
Universität Köln, Prof. Dr. Niels Galley
Universität Regensburg, Prof. Dr. Jürgen Zulley
Volkswagen AG

Für weitere Informationen zu den Institutionen siehe Mitglieder

copyright(C) Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt